queeRead mit Can Mayaoglu im Februar 2022

Am Sonntag, 13. Februar 2022 begrüßten wir die queere Autorin Can Mayaoglu zum Werkstattgespräch queeRead in der Amerika-Gedenkbibliothek Berlin, die aus ihrem Manuskript „Nadia“ gelesen hat.

Zur Autorin: Can ist in einem deutsch-türkischen Psycholog:innen-Haushalt in Münster aufgewachsen, ging nach ihrem Diplom-Studium der Religionswissenschaft zunächst ins Ausland. Für den dort verfassten Text erhielt sie 2010 einen Sonderpreis der LitCologne. 2012 verfasste sie für Spiegelonline eine kritische Besprechung zu Hanna Rosins feministischem Buch „The end of men“. Seit 2012 arbeitet sie als Buchhändlerin in Hamburg.

Inhaltsangabe zum Manuskript: Erzählt wird die Geschichte von den drei Schwestern Minoo, Nadia und Dilhan Kartal. Aufgewachsen in einem deutsch-türkischen Akademikerhaushalt in Hamburg, verläuft deren Leben ohne besondere Komplikationen, bis die Jüngste der drei Kartal-Frauen im Alter von 24 Jahren verschwindet. Minoo und Nadia versuchen seitdem, mit diesem Verlust umzugehen: Nadia hat eine ihrer Installationen ihrer verschwundenen Schwester gewidmet: STIP (so this is permanence). Minoo betreut als Psychologische Psychotherapeutin traumatisierte Frauen aus Kriegsgebieten. Als Nadia am Ende ihrer Welttournee nach Hamburg zurückkehrt, um in den Deichtorhallen ihre Installation STIP ein letztes Mal zu zeigen, kann sie auch der Auseinandersetzung mit ihrer großen Liebe Rahel nicht länger aus dem Weg gehen, von der sie seit Jahren getrennt lebt.
„Nadia“ ist ein Text über das Weiterleben, nachdem einem etwas widerfahren ist, das die eigenen Grundfesten zutiefst erschüttert hat. Es ist auch ein Text über die Frage nach der eigenen queeren Identität in einer Zeit, in der sich die Grenzen zwischen den Identitäten immer stärker verwischen.

Geplante Veröffentlichung: Aktuell liegen noch keine Details zum Erscheinungstermin des Romans vor.


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